Golfen rund ums Hermannsdenkmal…


Handball Weltmeister Blacky Schwarze als Fahnenhalter im Golf Club Gut Ottenhausen

Detmold ist das Herz des Lipperlandes

Wer hat das schon gewusst? Im Umkreis von 40 Kilometern rund um Detmold gibt es 18 Golfplätze. Einer schöner als der andere und alle ganz individuell.
Grund genug also, mal in die Stadt zu fahren, in der Musizieren, Studieren und Regieren groß geschrieben wird und wo Begriffe wie Hektik und Stress aus dem Wortschatz gestrichen sind. Detmold hat nicht zuletzt wegen seiner Hochschule für Musik einen internationalen Ruf als Kulturstadt. Hier gibt es ein historisch schönes Theater und eine Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern und gemütlichen Lokalen. Am Teutoburger Wald - das weiß man noch aus der Schulzeit - zeigte Hermann der Cherusker den Römern im Jahre 9 nach Christi, wer Herr im Lande ist, und vertrieb sie mit Schimpf und Schande. Heute sind die “Llpper" friedfertige und kultivierte Leute, die sehr stilvoll miteinander umgehen.

Wir wollten Lippe kennen lernen, und fuhren in die Residenzstadt Detmold. Unsere Golf-Tour stand unter dem Motto: "Golfen rund ums Hermannsdenkmal".

Am ersten Tag waren wir im Naturschutzgebiet Senne und spielten den Golfclub GUT WELSCHOF. Das ist ein 18 Loch Meisterschaftsplatz, auf dem schon mal die Deutschen Amateurmeisterschaften ausgetragen wurden. Wir spielten einen Golfplatz, der sowohl höchsten ästhetischen als auch anspruchsvollsten sportlichen Anforderungen gerecht wird. Der Platz ist dank seiner Lage auf Sandboden ganzjährig bespielbar. Selbst nach starken Regenfällen kann man sehr bald wieder abschlagen. Besonders reizvoll sind die Bahnen 8 und 13. Neben der Acht wartet ein lang gestreckter See förmlich auf Strafpunkte für "Seitliches Wasser". Wichtig ist der zweite Schlag. Der muss sitzen, sonst gibt es leicht einen golferischen Störfall. Die Dreizehn, ein Par 3, spielt man diagonal über den ehemaligen Hofteich aufs Grün. Wer hier halbherzig abschlägt, erreicht nie ein Par. Welschof hat Spaß gemacht.

Zum nächsten Spiel schlugen wir im Lippischen Golfclub BLOMBERG-CAPPEL ab. Acht Kilometer von Detmold entfernt liegt der wunderschöne Golfplatz vor einer malerischen Kulisse des Lipperlandes. Er ist mit fast 6.000 Metern für Herren und 5.250 Metern für Damen zwar recht lang, aber das ist nicht die eigentliche Schwierigkeit. Überall und fast immer steht man schräg zum Ball und wer darin nicht geübt ist, hat es schwer, sein Handicap auch nur annähernd zu erreichen. Schwierigkeiten hatten wir auf der Vier und auf der Siebzehn. Wer hier ein Par spielt, muss einstellig sein, oder Glück haben. Von uns jedenfalls hatte hier niemand ein Par auf seiner Scorekarte.
Das über 200 Jahre alte, geschmackvoll restaurierte Fachwerk-Clubhaus ließ uns die schlechten Scores vergessen. Unsere private Siegerehrung fand auf der Terrasse statt. Schade, dass ich nicht zu den Siegern gehörte. Ich hätte "Champagner für alle" bestellt, so begeistert war ich von dem ganzen Drum und Dran in diesem Golfclub.

Der dritte Tag war ein golffreier Tag. Unser Reiseleiter hatte ein interessantes Programm für uns vorbereitet, aber das ist rund um Detmold auch nicht schwer. Da ist nämlich was los! Das Hermannsdenkmal, die Externsteine, die Bundesgetreideforschungsanstalt, das Freilichtmuseum, die Adlerwarte, die Hochschule für Musik mit Konzerten internationaler Qualität, und dann das Landestheater. Wir sahen Leonard Bernsteins Westsidestory. Eine Inszenierung, die sich auch in München, Hamburg oder Berlin hätte sehen lassen können. Krönender Abschluss des Abends war dann die "Absacke" in STRATES BRAUHAUS, einem Bierlokal mit dem Flair einer Großstadt. Nirgendwo hat uns das Detmolder Pils aus der heimischen Privatbrauerei besser geschmeckt als gerade hier.

Am letzten Tag unserer Golfreise fuhren wir von Detmold nach Bad Salzuflen. Direkt hinter dem Kurpark erwartete uns ein Golfplatz, der schon beim Anblick des Clubhauses und seinem Drumherum Aussergewöhnliches erwarten ließ, und so war es dann auch. Der Golf- und Landclub BAD SALZUFLEN ist einer der ältesten Plätze in der Region, und diese Reife sieht man ihm an. Sein Profil ist von allererster Güte. Das stetige Auf und Ab verlangt stabile Kondition. Die Schwierigkeiten auf den einzelnen Bahnen halten sich in Grenzen. Wer aber glaubt, der Platz sei einfach zu spielen, der irrt. Nur wer alle 18 Bahnen voll konzentriert angeht, kommt mit einem guten Score ins Clubhaus. Wir hatten unsere größten Probleme auf den Bahnen 4 und 13. Die Vier verwehrte uns durch seine Länge und durch das ansteigende Fairway das Par. Die Dreizehn spielten wir "blind", und das war falsch. Wir hätten uns das Gelände vor dem Abschlag ansehen sollen. Unsere Bälle lagen ausnahmslos viel zu weit links unten am Abhang, und da war es dann schwer, noch ein gutes Ergebnis zu erreichen. Auch wer den Platz mit schlechtem Ergebnis und leeren Händen verläßt, wird den Kopf voll von schönen Golfbahnen haben.
Der Golf- und Landclub Bad Salzuflen kennt nur glückliche Verlierer und gehört in die Hitliste der handverlesenen exquisiten deutschen Golfplätze. Sein Präsident sagte mir einmal: "Der Golfsport ist zwar nichts Besonderes, aber ein bisschen edel sollte er schon sein!"

Von unseren Golftagen im Lipperland werden wir noch lange schwärmen. Rund um's Hermannsdenkmal fanden wir eine Freizeit- und Erholungslandschaft Par Excellenze. Wir werden wieder hinfahren, und dann einige der vielen anderen Plätze spielen. Den Platz des Golf Clubs Gut Ottenhausen bei Lage, die Plätze in Bad Lippspringe, in Exter, in Herford, in Bielefeld, im Widukindland, in Bad Driburg, in Exter oder bei Gerry Weber in Halle.






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