Und immer wieder grüßt Dänemark



Überall Natur, überall Land, überall Wasser, überall Wind und überall schöne Golfplätze.

Dänemark ist das klassische Land der Ferienhäuser. Das Angebot reicht vom einfachen Sommerhaus über Herrenhäuser bis hin zu Luxusvillen. Für besondere Anlässe kann man sogar Schlösser mieten.
Wir buchten für unseren Golfurlaub ein kleines Ferienhäuschen bei den "hyggeligen" Dänen in Vejers Strand, direkt an der Nordsee.
Ganz in der Nähe von Vejers Strand liegen acht sehr schöne Golfplätze. Auf den Besten haben wir gespielt. Sie heißen: Blavantshuk Golfbane, Henne Golfclub, Fanö Golf Links und Esbjerg Golf Klub.

Die Natur spielt in Westjütland eine große Rolle, und deshalb sind die Golfplätze sehr unterschiedlich. In einem aber sind sie alle gleich; sie sind sehr gepflegt, liegen in exponierten Landschaften und Wartezeiten sind weithin unbekannt. Golfspielen ist in Dänemark ein Volkssport und deshalb halten sich die Kosten auch in Grenzen. Für eine Runde zahlt man weniger als 50 Euro.
In Dänemark ist Schickimicki uninteressant, und genau so spielen die Dänen auch Golf. Sehr genau, wenn es um Regeln und Etikette geht, großzügig, wenn die Bekleidungsfrage ansteht. Bei Anfängern drückt man auch schon mal ein "Handicap-Auge" zu, denn die Jütländer sind höfliche und liebenswerte Menschen.

Ganz gleich wo Sie in Jütland wohnen, ein Besuch in Ribe ist ein Muss. Die älteste Stadt Dänemarks ist mit ihren alten Fachwerkhäusern ein unvergessliches Erlebnis. Im alten Stadtviertel, vor den hübschen Restaurants und gemütlichen Cafes, erklingt den ganzen Sommer über Musik dänischer und ausländischer Künstler. Die vielen kleinen Läden machen einen Einkaufsbummel in Ribe zu einem Vergnügen.
Ein weiteres Muss in Westjütland ist Fanö. Wer in Esbjerg an Bord der kleinen Fähre geht, ist in knapp einer viertel Stunde auf der vielleicht schönsten Insel Dänemarks. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Die vielen alten Seefahrerhäuser in Nordby und Sönderho sind sehr gepflegt. Ihre bunten Gärten mit Stockrosen sind durch kleine Mauern gegen die Sturmfluten geschützt. An einigen der engen Gassen liegen urige Gasthäuser und herrliche Geschäfte. In ihnen könnte man stundenlang stöbern, anprobieren und geschmackvolle Mitbringsel kaufen, denn gerade hier auf Fanö ist das dänische Kunstgewerbe qualitativ besonders hochwertig. Es verlockt dazu, das Portemonnaie zu strapazieren.

Der Fanö Golf Links ist der älteste Golfplatz in Dänemark. Er liegt im Süden der Insel und ist so "Links", wie ich noch nie einen "Links" gesehen habe. Hier kommen nur wirklich gute Golfer schadlos über die Runde. Wer seine Längen sehr genau kennt, sicher geradeaus schlagen kann und einen Einheimischen als Begleiter findet, der sollte hier spielen. Alle anderen sollten diesen schweren Platz nur ansehen und die Schönheiten der Insel ohne Golf genießen.

Etwas Einmaliges sahen wir bei Esbjerg am Saeddings Strand. Riesige, schneeweiße Betonskulpturen stehen am Meer und scheinen darüber zu wachen, dass die Dänen vor lauter Gemütlichkeit den Blick für Europa und die weite Welt nicht verlieren. Die imponierenden Figuren sind mehr als 12 Meter hoch. Man sollte sie gesehen haben.

In Vejers Strand, da wo wir uns ein Ferienhäuschen gemietet hatten, gibt es all die Feriengenüsse, die man sich als Urlauber wünscht. Einen breiten feinsandigen Badestrand, einen riesigen Spielplatz mit Sandburgen zum Buddeln, hübsche Geschäfte, ein "Bagerhuset" in dem es verführerisch nach frischen Backwaren riecht und das Fischlokal Knude Dyb, das seinesgleichen sucht. Wenn der Chefkoch den Kochlöffel schwingt, dann kreiert er "Gedichte" aus den Früchten des Meeres ohne täuschenden Hokuspokus. Wir aßen seine Vorspeise: Hausgeräucherter schwarzer Heilbutt mit gartenfrischem dänischem Sommersalat. Als Hauptgericht servierte man uns gedämpfte Blaumuscheln in Riesling mit Bouillon. Köstlich!

Unsere Golfreise nach Vejers Strand war eine gelungene Mischung von Naturerlebnis, golferischer Herausforderung und Erleben der typisch dänischen Gastfreundschaft.
 

Meine persönlichen Tipps zum Reiseziel Vejers Strand
Esbjerg ist keine schöne Stadt. Suchen Sie sich andere Ausflugsziele.
Vejers Strand ist über Autobahnen zu erreichen. A7 – E45 – E20  bis Esbjerg.
In Dänemark gibt es streng kontrollierte Tempolimits. Unbedingt einhalten!
Machen Sie einen Ausflug nach Billund. Da wurden die Legosteine erfunden, und da liegt LEGOLAND.

Die Golfplätze:

Blavandshuk Golfbane
www.blaagolf.dk/

Deutschsprachiger Anfängerunterricht. Ein sehr gepflegter Golfplatz mit privater Atmosphäre. Die ersten 9 Bahnen liegen direkt am Wasser. Sie sind flach und haben teilweise recht schwierig zu überwindende Teiche. Die zweiten Neun spielt man in einem herrlichen Wald. Handicap-Verbesserungen sind auch für Spieler mit höherem Handicap durchaus möglich. Im Lokal und auf der Innenhof-Terrasse kann man sich nach dem Spiel so richtig wohl fühlen. Insgesamt die beste Golfadresse in Westjütland.


Henne Golfklub 
www.hennegolfklub.dk/

In einer leicht hügeligen Landschaft spürt man die Nordsee, spielt aber tatsächlich im Landesinneren. Die Greens sind raffiniert onduliert, und die Bahnen teilweise recht lang. Viele sind Par-gerecht kaum zu erreichen. Ein nicht ganz leichter Golfplatz, auf dem Unterspielungen recht schwer sind.

 

Fanö Golf Links
www.fanoe-golf-links.dk/de

Fanö Golf Links wurde 1901 angelegt und ist somit der älteste Platz Dänemarks. Genau wie auf den schottischen Links-Kursen muss man einige sogenannte "Blinde Schläge" schlagen, weil die Grüns hinter den Dünen versteckt sind. Die Fairways liegen in den Tälern der Dünen, die Dünen selbst sind das Rough. Mehrere Abschläge liegen oben auf den Dünen. Kurios und absolut nicht alltäglich, trotzdem interessant. Eine echte Herausforderung. Für mich war Fanö Golf Links einer der schwersten Plätze, die ich je gespielt habe.

 

Esbjerg Golf Klub
www.esbjerggolfklub.dk

Ein Golfplatz von nahezu internationalem Format. Hier finden europäische Meisterschaften statt. Lange Drives sind erforderlich, um einen guten Score auf der Karte zu notieren. Ein Besuch dieses Platzes lohnt, denn er ist sehr abwechslungsreich. Mal ein bisschen Links, mal recht hügelig, und manchmal herrlich im Wald gelegen. Wer im Esbjerg Golf Klub sein Handicap spielt, der darf sich im schön gestalteten Clubhaus feiern lassen.

 

 

 

 

 



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